Gin zum Grillen – findet den passenden Gin

Gin zum Grillen: Gin erfährt seit einigen Jahren eine wahre Renaissance und ist im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Die eigentlich „billige“ Spirituose erlangt massiv an Beliebtheit und auch innerhalb der Grillszene gehört eine gute Flasche Gin quasi schon zur Grillausrüstung.

Der Richtige Gin

Mittlerweile gibt es kaum eine Destilliere oder Brennerei die keinen Gin produziert. Natürlich gibt es bei so vielen Gins auf dem Markt auch ein paar schwarze Schafe, aber insbesondere hinter Craft Gin steckt eine Menge Leidenschaft und sehr gute Produkte.

Da auch wir Gin sehr gerne trinken, war es uns ein Vergnügen, hier einen ausführlichen Artikel über das Thema „Gin zum Grillen“ zu schreiben. Dabei geht es uns insbesondere um die Frage, was einen guten Gin ausmacht und welcher Gins am besten zum Grillen bzw. Gegrilltem passen.

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Was ist Craft Gin?

Was ist eigentlich Craft Gin? Ist das nur eine Marketing-Bezeichnung?
Handwerk bedeutet „Craft“ übersetzt. Ebenso steht der Begriff aber auch für Experimentierfreude und Leidenschaft für das Produkt. Es geht also nicht nur um das handwerkliche Geschick, sondern auch um Kreativität, Leidenschaft und Identifikation mit der Sache. Craft Gin ist daher Gin, der nicht in einer Großauflage und vollkommen maschinell hergestellt wird. Craft Gin Brenner stehen hinter ihrem Produkt und vor allem gute Qualität. Ein stimmiger Geschmack – auch mal mit Ecken und Kanten – stehen vor dem Wunsch nach hohen Absatzzahlen und einem „Einheits-Spirituose“ die möglichst vielen schmeckt. Durch ihre Kreativität und Leidenschaft neues zu probieren, entstehen neue Gin’s und alte Sorten werden neu interpretiert ohne dabei die Tradition außer Acht zu lassen.

Kenner schätzen die Gin’s mit der oft eigenen, speziellen und besonderen Note. Man schmeckt förmlich, dass für die Produktion des „Craft Gin“ nicht an Rohstoffen gespart wird. Und dank der Craft Gin Bewegung gelangt der Gedanke auch immer mehr in die Köpfe der Ginliebhaber und Neugierigen.

Die Craft Gin Bewegung

Um den Ursprung der Craft Gin Bewegung zu finden, müssen gar nicht so viele Jahre zurückgeblickt werden. Im Jahr 2011 überraschte und überzeugte ein deutscher Gin die Jury der International Wine and Spirits Competition. Es war der heute noch begehrte „Monkey 47 Gin“. Zwar gab es natürlich Jahrzehnte zuvor schon handwerklich hergestellte Gin’s, aber es fehlte eine Plattform und das nötige Interesse der Konsumenten. Nach dem der Fokus auf den handwerklich hergestellten „Monkey 47 Craft Gin“ rückte, ebnete dieser auch den Weg für den Siegeszug anderer Craft Gin’s. Schnell kamen weitere Gin’s auf den Markt und überzeugten mit den unterschiedlichsten Aromen. Doch eines haben sie gemeinsam. Sie kommen aus kleinen Manufakturen oder Privatbrennereien, die sich dem handwerklichen Herstellungsprozess verschrieben haben und oft regionale Zutaten verwenden.

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Welcher Gin zum Grillen?

In der Regel passt so ziemlich jeder Gin, durch seine Kräuternoten zu gegrillten Speisen vom Grill. Hinzu kommt die ebenfalls passende Kombination aus würzigen Wacholderbeeren des Gin und dem Röst- und Rauchgeschmack der beim Grillen entsteht.

Um für eine Menge Speisen vom Grill den passenden Gin parat zu haben, empfehlen wir Gins von den Ginsorten New Western Dry Gin oder Old Tom Gin zur Verfügung zu haben.
Gins dieser Sorten haben meistens süßliche, fruchtige Aromen und die Wacholdernoten stehen nicht so im Vordergrund. Diese Gins passen hervorragend zu allen Grillgerichten die mit Marinaden verfeinert wurden, insbesondere auch die typischen BBQ-Gerichte wie Pulled Pork, Brisket oder Burnt Ends.

Zu gesmokten Gerichten, passt aber auch ein recht neuer Gin zum Grillen. Die noch recht junge Ginsorte nennt sich Reserve Gin und wurde durch eine Lagerung im Holzfass weiter ausgebaut. Die Holzaromen des Gins passen natürlich hervorragend zu den Aromen von Fleisch aus dem Smoker.

Bei einem unmarinierten Steak, wie z.B. bei einem Dry Aged Porterhouse bedarf es einen etwas zurückhaltenden Gin, der die Fleischaromen nicht überdeckt. Auch hier fällt die erste Wahl auf die Ginsorten New Western Dry Gin oder Old Tom Gin.

Die bisherigen Empfehlungen beziehen sich auf den puren Gin Genuss. Wenn du aber einen unkomplizierten „Gin-Begleiter“ als Allrounder haben möchtest, der dann auch noch zu so ziemlich allen Speisen vom Grill passt, dann empfehlen wir dir einen Gin & Tonic zu mixen. Dieser beliebte Longdrink ist super schnell zubereitet und passt mit seinen Wacholdernoten und frischen Zitrusnoten zu den verschiedensten Gerichten vom Grill.
Ein echtes Multitalent wenn es um den richtigen Gin zum Grill geht.

Original Gin & Tonic Rezept:

  • 4 cl Gin
  • 16 cl Tonic Water
  • 4 Stück Eiswürfel

Zubereitung:

Gin auf Eiswürfel in ein Longdrinkglas geben und mit kaltem Tonic Water auffüllen. Als Garnitur eine Zitronenzeste hinzugeben.

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Empfehlung: Unsere 6 liebsten Gins zum Grillen

Monkey 47

Gin zum Grillen: Monkey 47 Gin

 

Der Monkey 47 Gin ist eine der bekanntesten deutschen Ginmarken und erreichte in kürzester Zeit große Bekanntheit. Man darf sicher erwähnen, dass dank des Monkey 47 Gin, das Wacholderdestillat in einem neuen Licht präsentiert wurde und neue Energie in die deutsche Ginherstellung brachte.

Auch geschmacklich kann das Wacholderdestillat mit einer umwerfenden Komplexität überzeugen. Die Aromen die zuvor unser Geruchssinn ertasten konnte, setzen sich auch im Geschmack fort. Toll ist das Zusammenspiel von bitteren sowie fruchtig-frischen Aromen. Wacholdernoten treten dabei etwas in den Hintergrund und ebnen die Bühne für die restlichen 46 Botanicals.

Der Monkey 47 Gin eignet sich perfekt pur als Aperitif oder Digestif und natürlich auch während dem Grillen. Auch zu gegrilltem Gemüse schmeckt der Gin sehr gut.

Gin Soul

Gin zum Grillen: Gin Soul

Der „Gin Sul“ kommt aus Hamburg und wird in der „Altonaer Spirituosen Manufaktur“ hergestellt. Dieser Gin erreichte ebenso wie z.B. der „Monkey 47 Gin“ in kürzester Zeit große Bekanntheit. Hinter dem Walcholder-Destillat steht Stephan Garbe, der eigentlich in Portugal seinen Gin herstellen und vermarkten wollte. Durch die portugiesischen bürokratischen Hürden, entschied er sich jedoch für seine Heimatstadt Hamburg. Eine Hommage an Portugal bildet der Gin Sul aber dennoch, denn die 14 verwendeten Zutaten kommen überwiegend aus Portugal.

Geschmacklich setzen sich die Kräuteraromen fort. Der Gin Sul hat eine weiche und sanfte Textur. Die 43 % Alkohol fallen kaum auf. Harzige-Holzaromen gesellen sich zu frischen Zitrusnoten und bilden ein tolles Geschmacksprofil. Während des Abgangs kommt dann auch noch einmal der Wacholder zum Vorschein. Dieser wirkt jedoch eher in die florale Richtung und schwimmt mit Aromen von weiteren Blüten und Orangen mit.

Hendricks Gin

Gin zum Grillen: Hendriks Gin

Der Hendricks Gin ist mitunter einer der bekanntesten Gins. Hergestellt wird er in Schottland von William Grant & Sons, die sich eigentlich auf Whisky spezialisiert haben. Das ist aber nicht das Besondere an diesem Gin.Nennenswert ist die Herstellungsmethode dieses Gins. Dafür werden 2 unterschiedliche Destilate in verschiedenen Brennblasen-Arten hergestellt und anschließend miteinander verschnitten. Um die Verbindung zum Whisky aufrecht zu erhalten, ist es quasi ein „Blended Gin“. Doch es wird noch interessanter. Denn nach dem Verschnitt der beiden Destillate wird dem Gin Rosen und Salatgurken zugesetzt.

Beim Geschmack setzen sich die milden Aromen zunächst fort. Für einen Gin typische Wacholderaromen sind nur gering bemerkbar. Florale Aromen die an Blüten erinnern kommen hingegen besser durch. Auch eine Schwall von Kräuternoten ist zu erkennen. Der Abgang dagegen ist etwas kräftiger und würziger, jedoch auch mit einer etwas stärkeren Alkoholnote bestück

Madame Geneva Rouge Gin

Gin zum Grillen: Madame Geneva Rouge Gin

Wacholder ist natürlich der Hauptbestandteil eines Gins. Seit einer Weile sorgt aber die Verwendung von anderen Botanicals oder Zusätzen für Aufsehen. So auch beim Madame Geneva Rouge Gin bei dem Wein und Weintrauben für die Herstellung verwendet werden.Für den Madame Geneva Rouge Gin wird sogar bereits ein Reinalkohol aus Weintrauben verwendet. Dies sorgt natürlich für ganz besondere Aromen, aber auch für eine neue Farbe im  eigentlich klaren Gin, denn dieser wird rot.

Auf der Zunge zeigt sich der Madame Geneva Rouge Gin mit einer angenehm weichen Textur aber dennoch einem vollen und kräftigen Körper. Dabei stehen die Aromen jedoch harmonisch im Einklang. Auch am Gaumen bemerkt man zunächst Gewürz- und Kräuteraromen. Koriander, Ingwer, etwas Pfeffer und ein Hauch Chili sind gut bemerkbar. Auch jetzt stehen die Wacholderaromen eher im Hintergrund. Erst während des Abgangs, zeigt der Gin seine Ähnlichkeit mit Wein. Sehr fruchtig und mit deutlich herber Tanine verabschiedet er sich zu einem lang anhaltenden Nachhall.

Ferdinands Saar Dry Gin

Gin zum Grillen: Ferdinands Saar Dry Gin

Der Ferdinands Saar Dry Gin ist ein weiterer neuer deutscher Gin auf dem Ginmarkt. Wer sich etwas mit Wein auskennt, bringt die Saar sofort mit einem bekannten deutschen Weingebiet und dem Riesling in Verbindung. Diese Verbindung ist auch gar nicht so verkehrt, denn bei der Herstellung des Ferdinands Saar Dry Gin werden Rieslingtrauben aus der Region verwendet.

Mit einer besonderen fruchtigen Frische benetzt der Gin den Mundraum. Das Zusammenspiel von Quitten, Schlehen und Hagebutten, erinnert an Marmelade von der Großmutter. Wacholder bleibt zunächst etwas im Hintergrund. Hinzu kommen aber harmonische Noten vom verwendeten Lavendel und natürlich den Trauben. Auch der Abgang bleibt frisch und ohne scharfe alkoholische Noten.

Jodhpur Reserve Gin

Gin zum Grillen: Jodhpur Reserve Gin

Der exklusive Jodhpur Reserve Gin kommt aus England und wird von der Beveland Distillers hergestellt. Er gilt als echte Besonderheit unter den Gins, denn er durfte in ehemaligen Brandyfässern aus Eichenholz  für ganze zwei Jahre reifen. Während dieser für einen Gin langen Reifezeit im Holzfass, hat diese den Charakter des Gins maßgeblich beeinflusst. Verwendete Botanicals im Jodhpur Reserve Gin sind unter anderem Engelwurz, Mandel, Süßholz, Wacholderbeeren, Veilchenwurzel und Fruchtschalen von Orangen, Zitronen und Grapefruits. Geschmacklich entfacht der Gin eine wahre Explosion der Aromen die sich schon beim Geruch abzeichnen. Wacholderaromen bilden die Basis, darauf aufgebaut zeigen sich tolle Kräuter und Fruchtnoten. Eine Besonderheit des Jodhpur Reserve Gin ist die verhältnismäßige geringe Produktionsmenge von nur 5000 Flaschen im Jahr.

Der Jodhpur Reserve Gin passt perfekt zu gesmokten Grillgerichten bei denen ein kräftiger Rub, Mob und BBQ-Sauce zum Einsatz kam.

 

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